Was wir gerne lesen

27. August 2026

A Little Life

A Little Life – Hanya Yanagihara

„A Little Life“ von Hanya Yanagihara ist ein literarisches Naturereignis von seltener emotionaler Wucht. Der Roman begleitet vier junge Männer – Willem, JB, Malcolm und den brillanten, geheimnisvollen Jude –, die nach dem College mittellos nach New York kommen, getrieben von Ehrgeiz, Träumen und einem unerschütterlichen Band der Freundschaft.

Über Jahrzehnte hinweg entfaltet sich ein monumentales Porträt über die Grenzen menschlicher Hingabe, die heilsame wie auch fordernde Kraft tiefer Verbundenheit und die Frage, wie viel ein Mensch ertragen und wie sehr man für einen anderen da sein kann. Yanagihara zieht die Lesenden so tief in das Innenleben ihrer Figuren hinein, dass man die Welt um sich herum vollkommen vergisst.

Ein Roman, der ohne voreilige Enthüllungen erfahren werden muss – packend, herzzerreißend und voller poetischer Zartheit. Wer sich auf dieses Buch einlässt, wird mit einem unvergesslichen Leseerlebnis belohnt, das noch lange nach der letzten Seite nachhallt.

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27. August 2026

Funny in Farsi

Funny in Farsi: A Memoir of Growing Up Iranian in America

„Funny in Farsi“ ist weit mehr als eine heitere Einwanderergeschichte – es ist ein feinfühliger Blick auf die Dynamiken und Eigenheiten von Exil- und Diaspora-Communities im Ausland. Firoozeh Dumas beschreibt mit treffsicherer Selbstironie, wie Familien in der Fremde noch enger zusammenrücken, vertraute Traditionen wie heilige Rituale pflegen und gleichzeitig versuchen, im neuen Alltag anzukommen.

Besonders lebendig wird das Buch dort, wo die kleinen Absurditäten des Lebens zwischen zwei Welten sichtbar werden: von der sprachlichen Übersetzung persischer Höflichkeitsfloskeln (Taarof) bis zu den großen, generationenübergreifenden Familientreffen, bei denen entfernte Verwandte wie selbstverständlich zur Kernfamilie gehören. Communities im Ausland entwickeln oft eine ganz eigene Identität – eine Mischung aus tiefer Verbundenheit zu den Wurzeln und erstaunlicher Anpassungsfähigkeit.

Dumas gelingt das Kunststück, über kulturelle Missverständnisse, Vorurteile und Identitätsfindung zu schreiben, ohne je bitter zu werden. Ein warmherziges, zutiefst menschliches Buch über das Zusammenhalten in der Fremde und das Gefühl, in mehr als einer Kultur zu Hause zu sein.

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